Gesperrte Online-Casinos in Deutschland: Was Spieler wissen müssen

Gesperrte Online-Casinos in Deutschland: Was hinter GGL-Sperrungen steckt

Nicht jeder Anbieter, der in Deutschland erreichbar ist, hat eine GGL-Lizenz – und nicht jeder Anbieter ohne Lizenz ist gleichermaßen ein Fall für die Aufsicht. Die GGL unterscheidet zwischen Anbietern, gegen die sie aktiv Maßnahmen eingeleitet hat, und solchen, die schlicht keine Lizenz beantragt haben.

Dieser Artikel erklärt den Unterschied, was GGL-Sperrungen bedeuten und wie Spieler den Status eines Anbieters einordnen können.

Was eine GGL-Sperrung bedeutet

Die GGL kann gegen Anbieter ohne deutsche Lizenz Untersagungsverfügungen erlassen. Das bedeutet: Die Behörde hat dem Anbieter offiziell untersagt, in Deutschland tätig zu sein. Zusätzlich kann die GGL DNS-Sperren beantragen, die den Zugang zur Website des Anbieters über deutsche Internetprovider blockieren, sowie Zahlungssperren, die Transaktionen zu diesem Anbieter durch Zahlungsdienstleister unterbinden.

Eine aktive Sperrmaßnahme geht in der Regel mit einem schwerwiegenderen Verstoß einher als das bloße Fehlen einer Lizenz.

Ohne Lizenz ist nicht dasselbe wie gesperrt

Die meisten Anbieter, die in Deutschland ohne GGL-Lizenz erreichbar sind, haben keine aktive Sperrmaßnahme gegen sich – sie haben schlicht keine Lizenz beantragt oder erhalten. Das macht sie zwar illegal im deutschen Markt, aber nicht zwingend Gegenstand einer aktiven GGL-Verfügung.

Für Spieler ist der praktische Unterschied gering: In beiden Fällen fehlt der Rechtsschutz durch deutsche Behörden.

Wie Spieler den Status eines Anbieters prüfen

Die GGL veröffentlicht auf ihrer Website Informationen über Anbieter, gegen die Maßnahmen eingeleitet wurden. Zusätzlich ist die Lizenzliste – auf der zugelassene Anbieter gelistet sind – die Negativliste für alle nicht-lizenzierten Anbieter.

Ist ein Anbieter nicht auf der GGL-Lizenzliste, ist er im deutschen Markt nicht zugelassen.

Abgrenzung zu ANB-11

ANB-11 erklärt die Risiken und die rechtliche Lage für Spieler bei nicht-lizenzierten Anbietern im Allgemeinen. Dieser Artikel fokussiert auf das Konzept der GGL-Sperrung als regulatorisches Instrument und was es praktisch bedeutet.

FAQ

Welche Online-Casinos sind in Deutschland offiziell gesperrt? Die GGL veröffentlicht Informationen zu Untersagungsverfügungen auf ihrer Website gluecksspielbehörde.de.

Was ist der Unterschied zwischen gesperrt und nicht lizenziert? Gesperrt bedeutet, die GGL hat aktiv eine Untersagungsverfügung erlassen. Nicht lizenziert bedeutet, der Anbieter hat keine GGL-Lizenz, ist aber nicht zwingend Gegenstand einer aktiven Maßnahme.

Kann ich trotzdem auf gesperrte Seiten zugreifen? Technisch manchmal ja, da DNS-Sperren umgehbar sind. Rechtlich und praktisch ist das für Spieler jedoch mit fehlenden Schutzrechten verbunden.

Woran erkenne ich, ob ein Anbieter eine GGL-Zulassung hat? Über die GGL-Lizenzliste auf gluecksspielbehörde.de.

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